Mietpreise: Den Wohnungsmarkt durchschauen und fair mieten

Die Mietpreise in Deutschland kennen seit Jahren scheinbar nur eine Richtung: steil nach oben. Auf DIR.de geben wir dir das nötige Rüstzeug, um in diesem umkämpften Markt nicht zu viel zu bezahlen. Wir erklären dir, wie sich Mieten zusammensetzen, wann eine Forderung schlichtweg illegal ist und wie dich die Mietpreisbremse schützt. Nutze unsere Expertise, vergleiche Angebote objektiv und finde dein Traumzuhause zu einem Preis, der dein monatliches Budget nicht überlastet!

Mietpreisrechner nutzen

Nutzen Sie den Mietpreisrechner, um faire und transparente Mietpreise in Deutschland zu ermitteln. Optimieren Sie...

Mikrolage und Mietpreise

Entdecken Sie, wie Mikrolage und Mietpreise zusammenhängen und welche Faktoren die Höhe der Mietpreise in...

Qualifizierter Mietspiegel

Entdecken Sie den Qualifizierten Mietspiegel und erfahren Sie, wie er die Wohnkosten in Deutschland beeinflusst....

Balkon, Garten und Mietpreis

Entdecken Sie die Zusammenhänge zwischen Balkon, Garten und Mietpreis. Erfahren Sie, wie Grünflächen den Wohnwert...

Energieeffizienz und Mietpreise

Steigende Mietpreise und die Bedeutung von Energieeffizienz: Erfahren Sie, wie Nachhaltigkeit und Wohnkosten in Deutschland...

Makrolage und Mietpreise

Entdecken Sie, wie die Makrolage und Mietpreise in Deutschland zusammenhängen und die besten Wohnlagen für...

Ausstattung und Mietpreise

Entdecken Sie die verschiedenen Aspekte von Ausstattung und Mietpreise in Deutschland. Informative Einblicke und nützliche...

Infrastruktur und Mietpreise

Erfahren Sie, wie Infrastruktur und Mietpreise in Deutschland zusammenhängen und welche Faktoren die Wohnkosten in...

Welche Faktoren beeinflussen Mietpreise?

Entdecken Sie in unserem Artikel, welche Faktoren beeinflussen Mietpreise? Erfahren Sie mehr über Angebot, Nachfrage...

Wohnungsgröße und Mietpreise

Entdecken Sie, wie Wohnungsgröße und Mietpreise in Deutschland zusammenhängen und welche Faktoren die Mietkosten beeinflussen.

Mietpreise in ländlichen Regionen

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise in ländlichen Regionen Deutschlands und erfahren Sie, wie sich die...

Mietpreise für möblierte Wohnungen

Erfahren Sie alles über die Mietpreise für möblierte Wohnungen in Deutschland. Entdecken Sie wichtige Faktoren...

Mietpreise für Seniorenwohnungen

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise für Seniorenwohnungen in Deutschland. Informieren Sie sich über Angebote und...

Mietpreise für Bestandswohnungen

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise für Bestandswohnungen in Deutschland. Vergleichen Sie Anbieter und finden Sie...

Mietpreise für WG-Zimmer

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise für WG-Zimmer in Deutschland. Informieren Sie sich über regionale Unterschiede...

Mietpreise nach Bundesland

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise nach Bundesland in Deutschland und vergleichen Sie die Kosten für...

Mietpreise für Studentenwohnungen

Erfahren Sie alles über die Mietpreise für Studentenwohnungen in Deutschland und welche Faktoren die Kosten...

Mietpreise für Sozialwohnungen

Erfahren Sie alles über die aktuellen Mietpreise für Sozialwohnungen in Deutschland und wie diese sich...

Mietpreise für Häuser

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise für Häuser in Deutschland. Informieren Sie sich über Trends und...

Mietpreise in Deutschland: Der große Überblick

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise in Deutschland: Der große Überblick. Informieren Sie sich über Trends,...

Mietpreise vor Vertragsabschluss prüfen

Mietpreise vor Vertragsabschluss prüfen ist entscheidend, um faire Konditionen zu sichern und unerwartete Kosten zu...

Mietpreisentwicklung in Deutschland

Die Mietpreisentwicklung in Deutschland zeigt signifikante Veränderungen. Erfahren Sie mehr über Trends und Prognosen für...

Aktuelle Mietpreise verstehen

Erfahren Sie, wie Sie aktuelle Mietpreise verstehen können, um bessere Entscheidungen bei der Wohnungssuche in...

Mietpreise für Neubauten

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise für Neubauten in Deutschland. Informieren Sie sich über die Trends...

Miete pro Quadratmeter berechnen

Erfahren Sie, wie Sie die Miete pro Quadratmeter berechnen können, um faire Mietpreise zu vergleichen...

Durchschnittliche Miete pro Quadratmeter

Erfahren Sie alles über die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter in Deutschland und wie sie sich...

Mietspiegel einfach erklärt

Erfahren Sie, was ein Mietspiegel ist und wie er funktioniert. Mietspiegel einfach erklärt für Mieter...

Mietpreise für Wohnungen

Entdecken Sie aktuelle Trends und Entwicklungen zu Mietpreise für Wohnungen in Deutschland. Informieren Sie sich...

Mietpreise in Großstädten

Entdecken Sie die aktuellen Mietpreise in Großstädten Deutschlands und erfahren Sie, wie sich die Wohnkosten...

Ortsübliche Vergleichsmiete

Erfahren Sie, was die Ortsübliche Vergleichsmiete ist und wie sie in Deutschland zur Bestimmung von...

Nettokaltmiete und Bruttowarmmiete: Die Preisstruktur verstehen

Wenn du Wohnungsanzeigen durchstöberst, springt dir meist ein großer, vermeintlich günstiger Betrag ins Auge. Dies ist fast immer die sogenannte Nettokaltmiete (oder Grundmiete). Sie ist der Preis, den du dem Eigentümer ausschließlich für die reine Nutzung der leeren Räume bezahlst. Wer seine finanzielle Belastbarkeit nur anhand dieser Kaltmiete berechnet, erlebt nach der Vertragsunterschrift ein böses Erwachen. Denn die Nettokaltmiete ist nur ein Teil der Wahrheit.

Um zur tatsächlichen monatlichen Belastung (der Bruttowarmmiete) zu gelangen, musst du die Betriebskosten (Nebenkosten) addieren. Diese setzen sich aus den „kalten Nebenkosten“ (wie Grundsteuer, Müllabfuhr, Treppenhausreinigung, Versicherungen) und den „warmen Nebenkosten“ (Heizung und Warmwasser) zusammen. Viele Vermieter setzen die monatlichen Vorauszahlungen für diese Betriebskosten im Inserat bewusst extrem niedrig an, um die Gesamtmiete auf den ersten Blick optisch attraktiv erscheinen zu lassen. Dieses Vorgehen nennt man „locken“. Das Resultat ist dann eine ruinöse Nachzahlung bei der ersten jährlichen Betriebskostenabrechnung. Auf DIR.de raten wir dir eindringlich: Betrachte immer die realistische Bruttowarmmiete und kalkuliere für dich selbst einen Puffer von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent für künftige Energiepreissteigerungen ein. Nur so bist du auf der sicheren Seite.

Der Mietspiegel: Das offizielle Barometer für faire Preise

Der Preis für eine Mietwohnung darf vom Vermieter nicht völlig willkürlich und grenzenlos festgelegt werden. Das wichtigste Instrument, um Wucher zu verhindern und die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ zu ermitteln, ist der Mietspiegel. Fast jede größere Stadt und Gemeinde in Deutschland gibt dieses offizielle Dokument heraus, oft in Zusammenarbeit mit Mieter- und Vermieterverbänden.

Der Mietspiegel unterteilt die Wohnungen einer Stadt in verschiedene Raster. Ausschlaggebend für den Quadratmeterpreis sind das Baujahr des Gebäudes, die exakte Wohnfläche, die Wohnlage (einfach, mittel oder gut) sowie die energetische Ausstattung. Ein modernisiertes Haus aus den neunziger Jahren in einer guten Lage hat logischerweise einen deutlich höheren Basiswert als ein unsanierter Nachkriegsbau an einer lauten Hauptstraße. Zu diesem Basiswert kommen dann Zu- und Abschläge: Gibt es einen Balkon? Ist ein hochwertiger Parkettboden verlegt? Ist das Badezimmer modernisiert? Wenn in deiner Stadt ein sogenannter „qualifizierter Mietspiegel“ existiert, ist dieser vor Gericht absolut bindend. Er ist deine stärkste Waffe, wenn dein Vermieter die Miete erhöhen möchte oder du bei Einzug das Gefühl hast, über den Tisch gezogen zu werden.

Die Mietpreisbremse: Wenn der Staat die Miete deckelt

In vielen deutschen Ballungszentren sind die Mieten in den vergangenen Jahren derart explodiert, dass Normalverdiener aus den Städten verdrängt wurden. Um diese Preisspirale bei der Neuvermietung von Wohnungen zu stoppen, hat der Gesetzgeber die sogenannte „Mietpreisbremse“ eingeführt. Dieses Gesetz gilt nicht flächendeckend in ganz Deutschland, sondern nur in Gebieten, die von den jeweiligen Landesregierungen offiziell als „angespannter Wohnungsmarkt“ deklariert wurden (beispielsweise Berlin, München, Hamburg und viele Universitätsstädte).

Gilt die Mietpreisbremse in deiner Stadt, darf der Vermieter bei Abschluss eines neuen Mietvertrags maximal zehn Prozent mehr Miete verlangen, als die ortsübliche Vergleichsmiete (laut Mietspiegel) vorgibt! Wenn der Mietspiegel zehn Euro pro Quadratmeter ausweist, darf die Neuvertragsmiete streng genommen elf Euro nicht überschreiten. Fordert der Vermieter fünfzehn Euro, verstößt er gegen das Gesetz. Du kannst den Vertrag zwar unterschreiben, um die Wohnung zu bekommen, darfst den Vermieter danach aber abmahnen (die sogenannte „qualifizierte Rüge“) und die zu viel gezahlte Miete zurückfordern.

Doch Vorsicht: Die Mietpreisbremse hat gewaltige rechtliche Schlupflöcher, die Vermieter gezielt nutzen. Sie gilt absolut nicht für Neubauten (die nach dem ersten Oktober zweitausendvierzehn erstmals genutzt wurden) und nicht für Wohnungen, die nach einer umfassenden, extrem teuren Modernisierung erstmals wieder vermietet werden. Der wichtigste Ausnahmegrund ist der Bestandsschutz: Wenn der Vormieter bereits eine völlig überhöhte Miete gezahlt hat, darf der Vermieter diese hohe Miete auch vom neuen Mieter verlangen. Er muss die Miete nicht absenken! Finde über unsere DIR.de-Experten heraus, ob dein anvisierter Mietpreis legal ist oder ob du Rückforderungsansprüche hast.

Einflussfaktoren: Was den Quadratmeterpreis in die Höhe treibt

Die Immobilienpreise auf dem Mietmarkt sind keine reinen Fantasiezahlen, sondern das Ergebnis knallharter Marktfaktoren. Wenn du verstehst, was eine Wohnung teuer macht, kannst du bei der Suche gezielt Abstriche machen und so massiv Geld sparen.

Die Wohnungsgröße birgt ein oft unterschätztes Paradoxon: Je kleiner die Wohnung, desto teurer ist sie pro Quadratmeter! Eine schicke Einzimmerwohnung mit fünfunddreißig Quadratmetern kostet pro Quadratmeter oft deutlich mehr als eine weitläufige Vierzimmerwohnung mit einhundert Quadratmetern im selben Haus. Der Grund dafür ist die enorme Nachfrage von Singles, Studenten und Pendlern nach kompaktem Wohnraum. Wer sich mit Freunden zu einer Wohngemeinschaft zusammenschließt und eine große Wohnung anmietet, lebt pro Kopf fast immer deutlich günstiger.

Ein weiterer Preistreiber ist die Mikrolage. Die Nähe zu U-Bahn-Stationen, angesagten Cafés oder Parks lässt die Mieten explodieren. Oft reicht es, die Suche um nur zwei oder drei Kilometer in Randbezirke mit leicht schlechterer Anbindung zu verschieben, um monatlich hunderte Euro Miete zu sparen. Auch die Ausstattung rechtfertigt hohe Preise. Eine vom Vermieter gestellte, luxuriöse Einbauküche oder ein frisch saniertes Badezimmer erhöhen die Basismiete im Mietspiegel sofort um wertvolle Cents pro Quadratmeter. Überlege dir bei der Suche genau, ob du diese Premium-Ausstattungen wirklich benötigst oder ob du bereit bist, in eine Standard-Wohnung zu ziehen und diese selbst mit eigenen Möbeln aufzuwerten.

Mietanpassungsmodelle: Wie sich Preise in Zukunft entwickeln

Die Miete, die du bei Vertragsabschluss vereinbarst, ist nur eine Momentaufnahme. Um deine zukünftige finanzielle Belastung zu kalkulieren, musst du zwingend prüfen, welches Preismodell im Mietvertrag verankert ist. Eine falsche Unterschrift hier kostet dich über die Jahre Tausende Euro.

Bei der Staffelmiete wird die zukünftige Preisentwicklung bereits beim Einzug auf den Cent genau vertraglich fixiert. Im Vertrag steht dann beispielsweise, dass sich die Kaltmiete jedes Jahr um exakt fünfundzwanzig Euro erhöht. Das gibt dir absolute Planungssicherheit. Du weißt heute schon, wie teuer die Wohnung in zehn Jahren ist. Der Vermieter darf keine weiteren Erhöhungen (etwa eine Anpassung an den Mietspiegel) fordern. Allerdings bist du verpflichtet, die Staffel auch dann zu zahlen, wenn die allgemeinen Marktpreise sinken.

Das extrem gefährliche Gegenstück ist die Indexmiete. Hierbei ist die Kaltmiete direkt an den vom Statistischen Bundesamt ermittelten Verbraucherpreisindex gekoppelt, der die allgemeine Inflation in Deutschland misst. Steigen die Preise für Lebensmittel und Energie um acht Prozent, darf der Vermieter deine Miete gnadenlos um acht Prozent anheben. Die schützenden Kappungsgrenzen und der Mietspiegel gelten bei der Indexmiete rechtlich nicht! In Zeiten hoher Inflation führt dies zu rasanten, unkontrollierbaren Preisexplosionen für Mieter. Die Experten auf DIR.de raten dir, Indexmietverträge extrem kritisch zu hinterfragen und im Vorfeld professionell prüfen zu lassen.

Systemvergleich: Wie Mietpreise in Zukunft steigen können

Damit du bei der Vertragsunterschrift genau weißt, auf welches finanzielle Risiko du dich einlässt, haben wir die drei rechtlich möglichen Mietanpassungsmodelle transparent für dich gegenübergestellt.

Anpassungsmodell Regelung der Preiserhöhung Vorteil für den Mieter Nachteil / Risiko für den Mieter
Klassische Festmiete Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete (Mietspiegel) nach gesetzlichen Fristen. Maximaler gesetzlicher Schutz (Kappungsgrenze von oft 15 % oder 20 % in drei Jahren greift). Vermieter kann bei stark steigendem Mietspiegel die Miete spürbar anheben.
Staffelmiete Feste Euro-Beträge für zukünftige Jahre sind bereits im Vertrag verankert. Absolute Planungssicherheit, keine bösen Überraschungen möglich. Die Miete steigt garantiert, auch wenn der Wohnungsmarkt eigentlich stagniert.
Indexmiete Kopplung an die offizielle Inflationsrate (Verbraucherpreisindex). Bei sehr geringer Inflation bleibt die Miete oft jahrelang stabil. Bei hoher Inflation drohen extreme, gesetzlich nicht gedeckelte Preissprünge.

Bedenke, dass der Vermieter sich immer nur für ein einziges Modell entscheiden darf. Eine Kombination (beispielsweise eine Staffelmiete, die zusätzlich an die Inflation angepasst wird) ist gesetzlich strengstens verboten und macht die gesamte Klausel unwirksam!

Wohnflächenberechnung: Zahlst du für Quadratmeter, die es nicht gibt?

Der Mietpreis ist fast immer ein Produkt aus dem Quadratmeterpreis und der Wohnfläche. Doch die Angabe der Wohnfläche in Mietverträgen ist eine der häufigsten Fehlerquellen in ganz Deutschland. Sehr viele Mieter zahlen Monat für Monat eine zu hohe Kaltmiete und zu hohe Nebenkosten, weil die im Vertrag stehenden Quadratmeter schlichtweg falsch berechnet wurden.

In Deutschland gilt für die Wohnflächenberechnung zwingend die Wohnflächenverordnung (WoFlV). Nicht jeder begehbare Raum gehört voll zur Wohnfläche! Ein klassisches Problem sind Dachschrägen. Raumteile unter Schrägen mit einer Deckenhöhe von über zwei Metern zählen zu einhundert Prozent. Ist die Deckenhöhe jedoch zwischen einem und zwei Metern, darf diese Fläche nur zur Hälfte (fünfzig Prozent) angerechnet werden. Liegt die Höhe unter einem Meter, fällt die Fläche komplett aus der Berechnung heraus. Wenn dein Vermieter die Grundfläche des Dachbodens einfach voll berechnet hat, zahlst du massiv zu viel Miete.

Gleiches gilt für Balkone, Loggien und Terrassen. Diese gehören zwar zur Wohnung, dürfen nach der Wohnflächenverordnung aber in der Regel nur zu fünfundzwanzig Prozent (in Ausnahmefällen bis zu fünfzig Prozent) zur offiziellen Wohnfläche addiert werden. Kellerräume, Garagen und reine Heizungsräume zählen überhaupt nicht zur Wohnfläche. Wenn du nachmisst und feststellst, dass die tatsächliche Wohnfläche mehr als zehn Prozent kleiner ist als im Mietvertrag angegeben, hast du das Recht, die Miete sofort und rückwirkend (!) entsprechend zu mindern. Nutze DIR.de, um Bausachverständige zu finden, die deine Wohnung professionell und rechtssicher per Laser vermessen.

Möblierungszuschlag: Die teure Falle beim Wohnen auf Zeit

Der Markt für voll möblierte Wohnungen boomt, insbesondere in den Metropolen. Für Expats, Pendler oder Studenten ist es extrem komfortabel, nur mit einem Koffer einzuziehen. Doch dieser Komfort hat einen exorbitanten Preis. Bei möbliertem Wohnraum hebeln viele Vermieter die strengen Regularien des Mietrechts aus, indem sie einen intransparenten „Möblierungszuschlag“ auf die Kaltmiete aufschlagen.

Juristisch ist dieser Zuschlag höchst umstritten. Das Gesetz sagt: Die Möbel gehören nicht zur Grundmiete, die durch die Mietpreisbremse gedeckelt ist. Der Vermieter darf für die Nutzung der Möbel einen Aufpreis verlangen. Die Gerichte billigen hierbei meist einen Betrag, der sich aus dem aktuellen Zeitwert der Möbel (nicht dem Neupreis!) und einer pauschalen Abschreibung (meist zwei Prozent pro Monat) berechnet. Wenn der Vermieter dir einen fünfzehn Jahre alten, abgenutzten Kleiderschrank und ein klappriges Bett hinstellt und dafür vierhundert Euro Möblierungszuschlag im Monat fordert, ist das hochgradig illegal.

Das Problem für dich als Mieter: Im Vertrag wird oft nur eine einheitliche Gesamtmiete ausgewiesen, ohne dass der Zuschlag für die Möbel separat beziffert wird. So verschleiern Vermieter, dass die eigentliche Kaltmiete für die Räume die gesetzliche Mietpreisbremse massiv sprengt. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Möblierungszuschlag reiner Wucher ist, solltest du dringend die Expertise unserer Fachanwälte auf DIR.de in Anspruch nehmen, um Auskunft vom Vermieter über den echten Wert der Möbel zu erzwingen und die Miete im Nachgang gerichtlich senken zu lassen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Mietpreisen

Wann darf der Vermieter die Mietpreise anheben?

Wenn du einen ganz normalen, unbefristeten Mietvertrag ohne Staffeln oder Indexierung hast, ist der Vermieter an strenge gesetzliche Fristen gebunden. Er darf die Kaltmiete frühestens fünfzehn Monate nach deinem Einzug (oder fünfzehn Monate nach der letzten Mieterhöhung) an die ortsübliche Vergleichsmiete anpassen. Das offizielle Ankündigungsschreiben darf er dir frühestens nach zwölf Monaten schicken. Zudem schützt dich die Kappungsgrenze: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren niemals um mehr als zwanzig Prozent steigen (in angespannten Gebieten mit amtlicher Festlegung sogar nur um fünfzehn Prozent). Ein einfaches Schreiben „Die Miete steigt ab morgen um hundert Euro“ ist rechtlich absolut wertlos. Einer Erhöhung musst du zudem offiziell zustimmen.

Darf die Miete nach einer Modernisierung sofort steigen?

Ja, energetische Modernisierungen sind eine Ausnahme von den regulären Mieterhöhungs-Fristen. Wenn der Vermieter das Haus durch eine dicke Fassadendämmung, neue Fenster oder eine moderne Wärmepumpe nachhaltig aufwertet und so deine Heizkosten senkt, darf er diese Kosten auf die Miete umlegen. Der Gesetzgeber erlaubt es dem Vermieter, bis zu acht Prozent der für deine Wohnung angefallenen Modernisierungskosten dauerhaft auf die Jahreskaltmiete aufzuschlagen. Allerdings gilt auch hier eine starke Deckelung zum Schutz der Mieter: Innerhalb von sechs Jahren darf sich die Miete durch Modernisierungen um maximal drei Euro pro Quadratmeter erhöhen (bei günstigen Wohnungen unter sieben Euro pro Quadratmeter Kaltmiete liegt die Grenze sogar bei nur zwei Euro).

Was versteht man unter Mietwucher?

Der Begriff Wucher ist nicht nur ein umgangssprachliches Wort, sondern ein Straftatbestand! Im Mietrecht spricht man von Mietwucher (Paragraph zweihunderteinundneunzig BGB), wenn der verlangte Mietpreis in einem auffälligen Missverhältnis zur Leistung steht und der Vermieter dabei eine Zwangslage, die Unerfahrenheit oder den Mangel an Urteilsvermögen des Mieters gezielt ausbeutet. In der gerichtlichen Praxis wird Mietwucher oft dann angenommen, wenn die geforderte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als fünfzig Prozent übersteigt! Liegt Mietwucher vor, ist die Preisvereinbarung im Mietvertrag absolut nichtig. Du musst dann nur die ortsübliche Miete zahlen und kannst die zu viel gezahlten Summen der Vergangenheit sogar zurückfordern.

Muss ich bei einer Mieterhöhung auch eine höhere Kaution zahlen?

Nein! Die Mietkaution, die du bei deinem Einzug bezahlt hast, ist ein fester, starrer Betrag. Das Gesetz besagt klar, dass die Kaution maximal drei monatliche Nettokaltmieten betragen darf, die am Beginn des Mietverhältnisses gültig waren. Wenn der Vermieter im Laufe der Jahre die Miete an den Mietspiegel anpasst oder eine Modernisierungsumlage durchführt, darf er nicht parallel fordern, dass du das Kautionskonto aufstockst, um wieder das Niveau von drei neuen Monatsmieten zu erreichen. Die Kaution bleibt für die gesamte Laufzeit des Mietvertrags auf dem ursprünglich vereinbarten Level eingefroren.

Zählt die Einbauküche zur Wohnfläche und erhöht den Mietpreis?

Der Raum (die Küche selbst) zählt natürlich als normales Zimmer voll zur berechneten Wohnfläche, völlig unabhängig davon, ob dort Schränke stehen oder nicht. Die vom Vermieter gestellten Möbel (wie Schränke, Herd und Kühlschrank) sind jedoch keine Wohnfläche. Sie können aber den Quadratmeterpreis im örtlichen Mietspiegel beeinflussen! Viele Mietspiegel sehen einen konkreten Preisaufschlag (beispielsweise vierzig Cent pro Quadratmeter) vor, wenn der Vermieter eine hochwertige, nutzbare Einbauküche zur Verfügung stellt. Alternativ kann der Vermieter die Küche separat in Form eines Möblierungszuschlags abrechnen. Er darf aber niemals beides tun: Wenn er einen separaten monatlichen Preis für die Küche verlangt, darf er sie bei der Einordnung in den Mietspiegel nicht noch einmal werterhöhend anrechnen.